Kindesschutz


Das Amt für Jugend und Berufsberatung ist auf kantonaler Ebene zuständig für die Tätigkeit der regionalen und städtischen Kinderschutzgruppen und den Vorsitz in der regierungsrätlichen Kommission für Kinderschutz.

Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die geschlagen werden oder auf andere Art körperliche Gewalt erleben, die immer wieder abgewertet, mit Worten oder Blicken geplagt werden, die ungewollte Berührungen oder sexuelle Handlungen erfahren oder die sich aufgrund des Verhaltens ihnen nahestehender Personen schlecht fühlen, bekommen Hilfe. Die Schritte zu Veränderungen werden mit ihnen gemeinsam geplant.

Beratung von Eltern und Familien

Unterstützung für Eltern, gewaltfrei zu erziehen oder Gewalt von Jugendlichen zu stoppen. Beratung für Familien, nach eskaliertem Streit wieder konstruktiv Probleme gemeinsam lösen zu können. Bei Bedarf können Fachpersonen vermittelt werden, die Familien zu Hause unterstützen, neue, gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Kinderschutzgruppe: Interdisziplinäres Beratungsgremium

Die Kinderschutzgruppen bestehen aus Fachleuten der Psychiatrie, Schulpsychologie, Kleinkindberatung sowie Jugend- und Familienberatung. Wenn nötig wird die Bezirks-anwaltschaft oder Fachleute weiterer Disziplinen beigezogen. Die Kinderschutzgruppe ist ein Beratungsgremium und interveniert nicht selbst. Die anfragenden Personen sollen nach der Beratung imstande sein, selber gezielte Schritte zum Schutz der Kinder einzuleiten. Bei Bedarf steht dabei die Hilfe und die Beratung eines Mitgliedes der Kinderschutzgruppe zur Verfügung.

Angebot für Fachleute und Behörden

Dieses Angebot richtet sich hauptsächlich an Fachleute und Behörden, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Grundsätzlich können aber alle Personen mit Fragen zur Gefährdung von Kindern und Jugendlichen an die Kinderschutzgruppe gelangen.

Beratung Personen mit Fragen oder Hinweisen zu einer eventuellen Kindesmisshandlung

Bei einem Verdacht oder der Gewissheit, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder sexuell ausgebeutet wird, kann man sich an die Kinderschutzgruppen wenden.

Die Kinderschutzgruppen nehmen Verdachtsmeldungen entgegen und prüfen, was unternommen werden kann und ob weitere Stellen, z.B. die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), informiert werden müssen. Sie beraten bezüglich des weiteren Verhaltens.

Dieses Angebot soll den professionellen Umgang mit Verdachts- oder Gewissheitsfällen von Kindesmisshandlung gewährleisten und der meldenden Person Sicherheit vermitteln. Es richtet sich an alle Personen mit Fragen oder Hinweisen zu einer eventuellen Kindesmisshandlung.

Leitfaden zur Standardisierung des Verfahrens in Fällen von Kindesmisshandlung

Der Leitfaden ist vergriffen. Er wird neu überarbeitet und dann wieder zur Verfügung gestellt.

Der Leitfaden beschreibt das Vorgehen in Fällen von Verdacht oder Gewissheit von Kindesmisshandlung. Die einzelnen Schritte sind detailliert erläutert und schematisch dargestellt, von der Meldung und Abklärung über die Beurteilung bis zum Entscheid und zur Umsetzung von Massnahmen. Der Leitfaden ist in erster Linie gedacht für Fachpersonen, die Fälle von Kindes-misshandlung behandeln. Er kann aber allen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben und die mit dem Verdacht auf Kindesmisshandlung konfrontiert sein können, wichtige Hinweise für ein korrektes Vorgehen geben.

  • 5. Auflage, Zürich, November 2006, 37 Seiten
  • Herausgeber: Amt für Jugend und Berufsberatung und Kommission für Kindesschutz Kanton Zürich
  • Preis: Fr. 20.– inkl. MWSt, exkl. Versandkostenanteil