Rechtsvertretung von Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche haben das Recht, angehört zu werden. Sie haben zudem einen Anspruch auf angemessene rechtliche Vertretung ihrer Interessen in Verfahren bzw. Prozessen, welche ihre Belange tangieren. Dazu gehört, dass sie zur Wahrung ihrer Interessen in kindesschutzrechtlichen oder gerichtlichen Verfahren, in welchen sie sich nicht selber vertreten können, eine spezialisierte Rechtsvertretung zur Seite gestellt erhalten. Insbesondere gilt dies in Verfahren, in denen die Eltern ihr Kind nicht selber vertreten können, weil sie in der betreffenden Angelegenheit Interessen haben, die denjenigen des Kindes zuwiderlaufen oder zuwiderlaufen könnten (so zum Beispiel als Opfer bzw. Geschädigte in Strafverfahren oder bei strittiger Zuteilung der elterliche Sorge).

Ist die Vaterschaft eines Kindes ungeklärt oder können sich die Eltern nicht auf eine Unterhaltsregelung einigen, ernennt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) dem Kind eine Rechtsvertretung zur Durchsetzung seiner Interessen.

Für die Vertretung der Interessen von Kindern und Jugendlichen beschäftigt das Amt für Jugend und Berufsberatung auf Kindesschutz spezialisierte Juristinnen und Juristen in den Regionalen Rechtsdiensten (RRD), die der Geschäftsstelle der entsprechenden Kinder- und Jugendhilferegion angegliedert sind.